Green Supply Chain Management

Klimawandel und Nachhaltigkeit sind die bewegenden Themen des 21. Jahrhunderts

Der moderne Konsument richtet schon heute sein Kaufverhalten nach Klimafreundlichkeit aus, nicht nur wegen der gestiegenen Ölpreise und der gesetzlichen Bestimmungen. Laut einer aktuellen Studie wollen 90 Prozent der Verbraucher in Zukunft klimaneutrale Produkte kaufen. In Großbritannien kennzeichnen Handelsunternehmen wie Tesco und Marks & Spencer bereits Produkte z.B. „Airfreighted" oder „148g CO2".

Unternehmen, insbesondere Konsumgüterhersteller, müssen sich jetzt entscheiden, ob sie Vorreiter sein oder nur die Mindestanforderungen erfüllen wollen. Diese strategischen Zielsetzungen haben wesentlichen Einfluss auf die weitere Vorgehensweise im Green Supply Chain Management (Green SCM). Es gilt, alle wesentlichen unternehmensinternen Prozesse in Beschaffung, Herstellung, Transport und Verwaltung nach CO2-Kriterien (Carbon Footprint) zu bewerten und zu optimieren. Um CO2-Emissionen zu managen, müssen sie wie Kosten in den IT-Systemen abgebildet werden. Das betrifft das Verwalten von Stammdaten, das Planen der Prozesse, die Dokumentation der Ergebnisse bis hin zum Reporting. Reicht ein grober Näherungswert der CO2-Emissionen auf Unternehmensebene oder sollen sie für jedes einzelne Produkt bewertet werden? Bei der Verwaltung von Stammdaten ist es sinnvoll, dass im ERP-System für alle beschafften Produkte CO2-Werte hinterlegt werden. In den Arbeitsplänen sind die entsprechenden Verbräuche bei internen Prozessen analog der Kostenrechnung zu hinterlegen, ebenso wie beim Transport. Softwareanbieter wie die SAP AG arbeiten bereits intensiv an Lösungen.

Über die pure Messung des Carbon Footprints hinaus ist die IT zukünftig gefordert, in den vorhandenen Tools zur Netzwerkplanung und Transportoptimierung die Dimension Carbon Footprint zu ergänzen, um z.B. eine optimale Auslastung der Transportkapazitäten zu gewährleisten. Aber auch Anwendungen, die Kollaboration und den Datenaustausch entlang der Supply Chain fördern, rücken in den Fokus. So etwa der elektronische Austausch von aktualisierten Stammdaten der CO2-Emissionen, wenn sich am Prozess (Produktion, Transport, etc.) etwas geändert hat. Weiterhin muss die Reporting-Landschaft dieses neue Merkmal aufnehmen und darstellen können.

Unternehmen sind gut beraten, sich mit dem Thema zu befassen. J&M Management Consulting bietet mit dem J&M Green SCM Scan eine Methode an, schnell und effizient den Standort zu bestimmen und das weitere Vorgehen zu planen.